In einer guten Woche ist es wieder so weit: ich gestalte live Visuals als „Video DJ“ zu den experimentellen, klangorientierten und per Wandler erzeugten longitudinalen Anregungen der Luft (auch Schall genannt) der Musiker von Slezak 5:

Freitag, 25.6.2021 19:30
Kunstbetrieb
Klostergasse 11-13 / 1-3
1180 Wien, Austria

Dabei sind ein paar neue Programme für animierte Computergrafik, made with cables, die ich für meinen letzten Film produziert habe – mehr auf meinem YT-Kanal

Slezak 5 sind: Andreas Eichhorn ( cl ), Bernd Oberlinninger (git), Heimo Fladl (sax ), Chris Ui (vj), Herbert Lacina (b)

Peter Muzak, der mich an der Kunstschule in Animation & Film unterrichtet hat, hat mich am Beginn dieses Jahres angerufen und gefragt, ob ich die Regie bei der Dokumentation der Musikperformance „The Cure of Melancholy“ (Text von Robert Burton aus 1621; Musik von Robert J. Crow) übernehmen will. Ich war begeistert, dass Peter an mich gedacht hat, und habe ein Konzept ausgearbeitet. Dann ging es an die Details…

Der Film ist Ende März fertig geworden und ist nun wieder als Teil der gleichnamigen Ausstellung The Cure of Melancholy. Ausblicke aus einem verfinsterten Raum im Kunstraum Nestroyhof zu sehen, und zwar noch bis 27.5.

Wenn ihr die Ausstellung besuchen wollt, meldet euch doch – vielleicht habe ich Zeit dabei zu sein.

Hier schon ein virtueller Vorgeschmack: Auszüge auf meinem Kanal und der Film selbst.

Der Schriftsteller und Performancekünstler Jopa Jotakin führt in seiner Lesung diverse Adventsonntagstraditionen ad absurdum. Die Musik hierzu kommt von Gloria Damijan an den Toy-Pianos und Herbert Lacina am E-Bass, sowie ich, Chris.Ui, bediene die Regler der Visuals.

Kommenden Samstag den 26.9.2020 stehe ich gemeinsam mit den Jazz-Improvisateuren von Slezak5.0 auf der Bühne des Einbaumöbel in Wien. Die 5 machen die Klangkulisse, also die Töne, und ich kümmere mich um den (bewegten) Bildanteil. Zusammen werden wir Metaphern, Stimmungen bringen, und Geschichten erzählen.

Wann? Sa, 26.9.2020 ab 19:30
Wo? Kulturverein Einbaumöbel, Gürtelbogen 97

https://www.facebook.com/events/3530678196966677/

Nach meiner Einzelausstellung #Widerstand – eine Kunstform, in der ich die ersten fertigen Seiten meines Comics „Der Recycler“ präsentiert habe, wird sich diese Ausstellung (gemeinsam mit Illustrationen zum Thema Comic von Silvia Ehrenreich) wieder diesem Thema widmen.

Vernissage: 16.9.2020, 19h
Wo: Café CI, Payergasse 14 (am Yppenplatz), 1160 Wien

PS: Wichtig aufgrund der aktuellen Situation: Bitte um Anmeldung bei mir, damit wir die Anzahl einschätzen können. Wir sind durch die Richtlinien angewiesen euch zu bitten einen Mund-Nasen-Schutz mitzunehmen und zu verwenden, falls der Abstand von 1m nicht eingehalten werden kann. Wir sorgen für den Sicherheitsabstand durch die Sitzordnung.

PPS: mehr zum Recycler gibt es hier.

Die Einreichfrist zu „SILENT MANGA AUDITION“ (Manga ohne Dialoge) ist zu Ende. Thema war „Myths, Legends and Monsters from your country“. Nach Studieren von lokalen Sagen und Märchen aus Österreich habe ich mich für eine Kurzgeschichte um ein legendenhaftes Monster des Alpenraums, ein kleines Mädchen, das die Natur liebt, und ein korruptes Bauvorhaben, das den Wald bedroht, entschieden.


For the SILENT MANGA AUDITION I handed in a short story about an Austrian monster called Tatzelwurm, a young girl who loves nature and a construction project which threatens the local wood.

Tatzelwurm page 1

Wer mehr sehen will, hier gibt es einen Auszug aus der Geschichte und einen link zum Verkaufsportal.


Here you can see a sample of the story and a link where to buy.

Als am Fr 15.5. Ulrike Lunacek zurücktritt, sehe ich das als klares Bauernopfer – sie war ja nicht allein für die inakzeptable Situation der Kulturbranche verantwortlich. Interessant, dass die Kritik so einseitig an ihrer Person festgemacht wurde. Mit meinem Eindruck der (maroden) Grünen (es tut mir leid, aber das sind nicht die Grünen wie ich sie kannte und schätzte), zeichnete ich in einem Comicstrip mit ein wenig Phantasie, wie sich der Abschied vielleicht wirklich zugetragen hat:

Am Fr 15.5.2020 ist Ulrike Lunacek von den Grünen zurückgetreten. Die Situation ist tatsächlich völlig inakzeptabel für die Kunst- und Kulturszene. Doch ist sie alleinige Drahtzieherin dieser Situation? – wohl kaum. Ich skizziere hier eine fiktive Situation, wie der Abtritt vielleicht auch stattgefunden haben kann.

Mehr zu meinen Karikaturen und Illustrationen findet ihr auf https://chrisuiart.com/karikatur/

Ich bleibe beim Thema Mobilität. Waren im März und Anfang April noch viele mit dem Rad unterwegs, wurde davon dann abgeraten. Bewegung im Freien (außer die Fahrt im Auto) galt zunehmend als nicht erwünscht. Da der öffentliche Verkehr tabu war, stieg der motorisierte Individualverkehr an – obwohl man doch im Auto gerade durch die Lufteinlässe den Ausstoß der Luft aus dem Innenraum des vor einem stehenden Autos (plus Teile der Abgase) einatmet. Also wenig verständlich, aber so war’s. Diese implizite Förderung von klimaschädlicher Fortbewegung plus Wahl eines besonders „sicheren“ SUVs ist mein Werk „Autos für die Krise“ gewidmet.

Das Auto ist nicht erst seit der Covid-Krise das Mittel der Wahl in Sachen Mobilität. Entgegen der Vernunft steigt der Verkehr und die Autos werden tendentiell immer größer und „sicherer“ (und das ist in der „Krise“ jetzt besonders wichtig).

Mehr zu meinen Karikaturen und Illustrationen findet ihr auf https://chrisuiart.com/karikatur/

Passend zu meiner künstlerischen Aufarbeitung des Wandels in Österreich seit März diesen Jahres, habe ich Mitte Mai ein paar Karikaturen gezeichnet. Ausschlaggebend war der Hinweis von Werner Kogler von den Grünen, dass man nicht übermäßig mit dem Rad fahren solle (angeblich wegen Verletzungsgefahr). Autofahren wurde nicht thematisiert. Ich dachte mir: eine interessante grüne Botschaft der Grünen, und zeichnete „Das neue Grün und die Wiedererweckung“, in der ich die verdächtig ruhige FPÖ gleich dazu mischte.

Am Beginn der Covid-Krise im März 2020 ging der Verkehr stark zurück. Es wurde vermehrt Rad gefahren. Die Politik setzte Zeichen dagegen. Autofahren wurde akzeptiert und damit stieg der Anteil der Autos am Verkehr wieder. Gleichzeitig nützt die FPÖ bzw Abspaltungen davon die Situation und überlegt ihr Comeback.

Mehr zu meinen Karikaturen und Illustrationen findet ihr auf https://chrisuiart.com/karikatur/

Ich habe meine kritische Haltung zur offiziellen, einseitigen Darstellung und Reaktion auf die Krankheit Covid19 zum Anlass für ein Kalenderprojekt in Fotoform genommen. Jeden Tag ab dem 24.3. portraitierte ich mich mit einem Schild mit Datum.

Bewußt habe ich eine Optik von Verbrecherfotos gewählt, denn wer scheinbar nicht für das System war, war gegen es. Besonders auf sozialen Medien war dies zu spüren, aber auch in Gesprächen gab es für Kritik zumindest kein Interesse.

Mehr zum Projekt und laufende Beiträge wird es bald auf chrisuiart.com/2d_photo/ geben.